Gemeinsam mit unseren Partner:innen haben wir einen Ausblick auf die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik von morgen gewagt – von der kulturpolitischen Debatte bis zur Umsetzung vor Ort. Dazu richtete das Auswärtige Amt vom 4. bis 7. Juni 2021 eine dreiteilige Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Menschen Bewegen 2021“ aus.

In „Das Barcamp – divers. digital. nachhaltig.“ wurden diese Themen diskutiert. Dabei kam den Teilnehmer:innen dieses rein digitalen Formats eine tragende Rolle zu: sie allein schlugen die Inhalte der Sessions vor und bestimmten damit Themensetzung und Verlauf der Diskussionen.

„Menschen Bewegen 2021. Die Konferenz“ eröffnete am Abend des dritten Barcamp (7. Juni) die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, mit einer Grundsatzrede. Anschließend wurden die Ergebnisse der Barcamps vorgestellt und von hochrangigen Panelist:innen diskutiert.

„Die Lange Nacht der Ideen 2021. WIE BALD IST MORGEN?“ gab schließlich einen kuratierten Einblick in 30 Projekte, die die Wirkmacht von Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik anschaulich darstellten. Ein Einblick, der auch die Chance gewährte, die Ergebnisse der Konferenz mit der Realität vor Ort abzugleichen.

NACHHALTIG.
Kultur jenseits des Verzichts.

Ein Jahr Abstand und Verzicht, mit beschränkter Kultur und fern von jeder Flugreise. Nachhaltigkeit ist tausendfach facettenreicher als die kurze Formel: „Wie schön, dass Sie nicht mehr fliegen!“ Nachhaltigkeit ist Erkundungsfläche und Kultur ist eines ihrer Erlebnislabore, in dem unterschiedliche Gedanken und Konzepte neu kombiniert werden können. Nachhaltigkeit ist eine besondere Form, Mitwirkung als Teilhabe zu realisieren.

DIGITAL.
Wir leuchten Erfahrungswelten aus.

Alles ist digital und alles, was nicht digital ist, ist weg. Digitalität schafft neue Verbindungen, hebt Umgrenzungen aus und schafft Beteiligung. Beteiligung für alle, die nicht einfach weg sind. Teilhabe an allem, was nicht einfach weg ist. Bleiben wir kritisch, auch wenn wir die Welt ohne Digitales nicht wirklich hätten überleben können. Leuchten wir die Flächen unserer gemeinsamen Erfahrungswelten erneut aus und schauen nach dem, was in der Euphorie der Geretteten nicht einmal als verloren bemerkt, vielleicht nur als Gefühl des Unsattseins geblieben ist. Digitalität vom Standpunkt des Analogen aus begreifen. Eine Herausforderung jenseits aller Nostalgie.

DIVERS.
Der Standpunkt des wechselseitigen Respekts.

Diversität ist deutlich etwas anderes, als das millionenfach vereinzelte Ich. Diversität ist die Idee eines Miteinanders der Vielheiten des Besonderen. Diversität ist Anlass, Bewegungsrichtung und Stabilitätsanker unserer zukünftigen Vergangenheit. Diversität ist der Standpunkt des anderen in unserem wechselseitigen Respekt. Gelingende Diversität braucht mehr als Toleranz. Sie braucht die Auseinandersetzung mit den anderen, das Verstehenwollen, die Erkenntnis, wo Differenzen bleiben und (in einem gewissen Rahmen) deren Akzeptanz. Gelingende Diversität braucht den Blick von außen. Das ist für die AKBP Auftrag in doppelter Hinsicht: Diese Diversität abzubilden – und sie gleichzeitig durch den Austausch mit anderen Gesellschaften zu ermöglichen.