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Das Thema Gender ist in unserer Gesellschaft präsent wie nie. Der Umgang mit geschlechtlicher Identität ist auch in der Welt der Videospiele ein kontrovers diskutiertes Thema. Einerseits lässt sich bei Videospielen in den letzten Jahren klar eine Entwicklungslinie hin zu mehr Diversität und weg von stereotypen Darstellungen von Geschlecht nachzeichnen. Andererseits lassen sich dazu konträre antifeministische Trends beobachten, zum Beispiel unter dem Hashtag #Gamergate oder #Incel. Lara Keilbart, Selbstständig / Frei,
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Frida Kahlo, Marina Abramović, Yoko Ono und Cindy Sherman sind Ikonen der zeitgenössischen Kunst. Die Frauen sind Berühmtheiten der Szene, doch leider fast die Ausnahme in der Branche. Gerade einmal 25% aller gezeigten Werke in Galerien sind derzeit von Frauen, in Museen seien es sogar nur 10-15%. Wenngleich in den vergangenen zehn Jahren ein ausgleichender Prozentsatz von Frauen an Kunsthochschulen studierte, zeichnet sich dies in der entsprechenden Berufswelt nicht ab. Da in Deutschland keine ethnischen Zugehörigkeiten in Hochschulen und anderen Institutionen dokumentiert werden, bleibt rätselhaft wie viele der wenigen Frauen einen multikulturellen Hintergrund haben. In einer Idealwelt sollte das ohnehin nur eine Rolle spielen, sofern die Person es denn möchte. Zwischen der Sehnsucht nach klaren Identitäten und einem Zwang nach vermeintlicher Authentizität, formt die zeitgenössischen Kunst, wofür sie intrinsisch steht: ein Abbild der politischen und sozialen Gegenwart. Verdiana Albano, Visual Artist (Photography and Sculpture),
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Der Reiz des Fremden, die Neugier aufs Unbekannte, die Freude am Perspektivwechsel – neben innereuropäischen Verbindungen pflegen immer mehr Schulen auch Schulpartnerschaften MIT Afrika. Doch was macht das Besondere an diesem interkontinentalen Brückenschlag aus? Warum ist es wichtiger denn je, unseren Nachbarkontinent in den Blick zu nehmen und inwiefern können Schulpartnerschaften auch das lokale / überregionale Umfeld prägen? Was haben die Lernenden und die Schulgemeinschaft in toto davon? Wie (er)lebt man Augenhöhe und inwiefern lernt man durch interkulturelle Begegnungen wirklich fürs Leben? In dieser Session sollen Stimmen zu Wort kommen, die (außer)schulische Erfahrungen mit unserem Nachbarkontinent gemacht haben. Welche Bilder haben wir vor und nach einer Begegnung im Kopf? Was macht das mit uns und wie verändert sich unser Blick auf die Welt? Schulen: Partner der Zukunft (PASCH) und für Zukunft… Tobias Rusteberg, Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz,
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Ein wesentliches Ziel der AKBP ist es Menschen aus verschiedenen Herkünften, Kulturen und Anschauungen zu einem kreativen Miteinander zusammenzubringen, um so ein gegenseitiges Verständnis zu erreichen. Die Begegnungen sollen vielfältig und kreativ sein. Aber wer bestimmt, wer an diesen Begegnungen teilnimmt? Wer wählt sie aus? Das Auswärtige Amt oder das Goethe-Institut als Vertreter einer privilegierten Nation? Die Wahl geschieht idR durch Kurator*innen. Doch wer wählt diese aus? Und dürfen sie entscheiden über die Zugehörigkeit der jeweiligen Identität der Teilnehmenden? Die identitätspolitischen Entwicklungen in den Gesellschaften machen es inzwischen fast unmöglich, dass jemand anderes für sie spricht als die, die der jeweiligen Identität angehören. Männer dürfen nicht für Frauen sprechen, Weiße nicht für PoC, Heteros nicht für Schwule. Welche Wege gibt es, diverse und offene Begegnungen zu schaffen, die nicht an den identitätspolitischen Vetos scheitern? Katharina von Ruckteschell-Katte, Goethe-Institut London,
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Kulturelle Bildung kann vielen Menschen den Zugang zu Teilhabe und Partizipation in der globalisierten Welt und in unseren diversen Gesellschaften ermöglichen. Wie können wir als staatliche Institutionen, Mittlerorganisationen der AKBP und als international aktive zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung besser zusammenwirken, um gemeinsam gesellschaftlicher Vielfalt und kultureller Diversität auch durch das Erreichen und Einbeziehen vielfältiger neuer Zielgruppen gerecht zu werden? Welche Kommunikation und Koordination zwischen diesen sehr unterschiedlichen Akteuren braucht es, um gut aufeinander abgestimmt alle Generationen sowie möglichst viele gesellschaftliche Milieus unter Einbeziehung vielfältiger künstlerischer Ausdrucksformen mit den Angeboten der AKBP zu erreichen und ihnen neue Persopektiven zu vermitteln? Rolf Witte, BKJ – Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung eV,
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Kultur oder Sport? Sport oder Kultur? Kultursportkultur! Kultur ist die Begeisterung, das Moment des ernstgenommenen Anderen. Kultur ist auch, die Kunst des Fußballs und das Aufsichberuhen lassen des den Ball schlicht Ball sein zu lassen: In ihm mag sich alles in der Welt vereinen. Einmal, während der Ball in Richtung des Tores geflogen ist, hatten wir alle die Luft angehalten, für einen unendlichen Moment. Dieser Moment verwandelte für uns die bloße Hoffnung auf Frieden in die Gewissheit, Frieden bereits in diesem Moment erlebt zu haben. Eine Sekunde und die Welt war eine andere und wir waren friedenserfahren. Darum kann es kein Leben geben ohne ein Leben mit dem Ball. Hauptsache Fußball. Nebensache Italien. Peter Kettner, Auswärtiges Amt,
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Kern des gesamten Denkens zur AKBP ist der von Steinmeier formulierte Satz: „Demokratie ist ausgehandelte Gemeinsamkeit“. Voraussetzung des Aushandelns ist vor allem andern das Vorhandensein und das Zulassen von Diversität. Damit Diversität überhaupt Gegenstand des Diskurses werden kann, muss ein Format zugelassen werden, dass spielerisch-experimentell den Zusammenhang von Menschen und Gesellschaften zueinander erforscht. Spiel ist damit Kernkonzept des befreiten Weltbezugs der Menschen und gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Kultur. Peter Kettner, Auswärtiges Amt,
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Kulturpolitik denkt die Welt vom Standpunkt der Möglichkeiten. Die Schwerkraft aufheben? Und dann? Wer Platz schafft für diese Frage, schafft Platz für Kultur und betreibt Kulturpolitik. Der Unterdrückung ein Ende setzen? Freiheit schaffen und dann? Wer Räume schafft, in denen diese Gedanken zugelassen sind, schafft Raum für Kultur und schützt Kulturschaffende. Feindschaften beenden? Und dann? Wer den Klangraum öffnet für die Orchester der Vielstimmigkeit, öffnet die Ohren für neue Formen der Harmonie und fördert Kultur des Zusammenklingens. In dieser Session nehmen wir das Eingreifen zum Ausgangspunkt. Kultur ist Kultur für Menschen nur dann, wenn wir in ihr diejenigen Zukünfte spielerisch-experimentell vorwegnehmen können, die uns zuversichtlich machen, dass die Welt auch anders sein kann. An jedem Ort. Für jeden Menschen. Renke Fahl-Spiewack, Auswärtiges Amt,
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Was sind Mehrheiten, was die Bausteine von Kultur und Gesellschaft? Kann über Verschiedenheit abgestimmt werden? Was verlieren wir, wenn die Mehrheit siegt? Und wohin schleicht sich Diversität dann fort? In dieser Session nehmen wir den Widerspruch zum Ausgangspunkt: Kultur ist das Zulassen des Anderen, unabhängig von der nummerischen Größe und körpferlichen Schlagkraft ihres Auftretens. Vielleicht ist es einfach, eine kritische Stimme der Kultur vom Standpunkt der Minderheit aus zu entwickeln. Wie bleibt sie kritisch, wenn sie zur Stimme der Mehrheitsgesellschaft wird? Ich habe nur Fragezeichen vorbereitet und möchte mit euch diskutieren. Die Session ist offen Anfänger, Fragenerweiterer und Mitdenker. Renke Fahl-Spiewack, Auswärtiges Amt,
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Kulturpolitik ist Freiheitspolitik und damit dem Anspruch nach antihegemonial. Kultur setzt Fragezeichen und vermag die Märsche zum Stoplern zu bringen. In dieser Session geht es um Rhythmus und die Freiheit, den Rhythmus zu verlieren, wenn es denn hilft, die Dominanz des Siegens zu verhindern. Wir betrachten das Eingreifen von Kulturpolitik und fragen nach der Richtschnur, die uns Kurven gehen lässt. Weil wir uns nie sicher sind, die Dinge richtig verstanden zu haben, erklären wir Kulturpolitik zur Politik, die hilft den Sieg zu verhindern und zum Auskommen miteinander verpflichtet. Renke Fahl-Spiewack, Auswärtiges Amt,