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Frida Kahlo, Marina Abramović, Yoko Ono und Cindy Sherman sind Ikonen der zeitgenössischen Kunst. Die Frauen sind Berühmtheiten der Szene, doch leider fast die Ausnahme in der Branche. Gerade einmal 25% aller gezeigten Werke in Galerien sind derzeit von Frauen, in Museen seien es sogar nur 10-15%. Wenngleich in den vergangenen zehn Jahren ein ausgleichender Prozentsatz von Frauen an Kunsthochschulen studierte, zeichnet sich dies in der entsprechenden Berufswelt nicht ab. Da in Deutschland keine ethnischen Zugehörigkeiten in Hochschulen und anderen Institutionen dokumentiert werden, bleibt rätselhaft wie viele der wenigen Frauen einen multikulturellen Hintergrund haben. In einer Idealwelt sollte das ohnehin nur eine Rolle spielen, sofern die Person es denn möchte. Zwischen der Sehnsucht nach klaren Identitäten und einem Zwang nach vermeintlicher Authentizität, formt die zeitgenössischen Kunst, wofür sie intrinsisch steht: ein Abbild der politischen und sozialen Gegenwart.

Verdiana Albano, Visual Artist (Photography and Sculpture),