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Ein wesentliches Ziel der AKBP ist es Menschen aus verschiedenen Herkünften, Kulturen und Anschauungen zu einem kreativen Miteinander zusammenzubringen, um so ein gegenseitiges Verständnis zu erreichen. Die Begegnungen sollen vielfältig und kreativ sein.

Aber wer bestimmt, wer an diesen Begegnungen teilnimmt? Wer wählt sie aus? Das Auswärtige Amt oder das Goethe-Institut als Vertreter einer privilegierten Nation? Die Wahl geschieht idR durch Kurator*innen. Doch wer wählt diese aus? Und dürfen sie entscheiden über die Zugehörigkeit der jeweiligen Identität der Teilnehmenden?

Die identitätspolitischen Entwicklungen in den Gesellschaften machen es inzwischen fast unmöglich, dass jemand anderes für sie spricht als die, die der jeweiligen Identität angehören. Männer dürfen nicht für Frauen sprechen, Weiße nicht für PoC, Heteros nicht für Schwule. Welche Wege gibt es, diverse und offene Begegnungen zu schaffen, die nicht an den identitätspolitischen Vetos scheitern?

Katharina von Ruckteschell-Katte, Goethe-Institut London,